Amphibien

Amphibien-Wanderung

Sobald ab Mitte Februar oder im März die Temperaturen in feuchten Nächten über etwa 5°C liegen, beginnen Grasfrösche, Erdkröten und Molche vom Winterquartier zu ihren Laichgewässern zu wandern. Da die Tiere einer Art innerhalb eines kurzen Zeitraums wandern, sind sie oft in grosser Zahl unterwegs. Dabei können sie mehrere hundert Meter bis einige Kilometer zurücklegen.

 

Als erste machen sich die Grasfrösche auf den Weg – manchmal ist dann ein Teil des Gewässers sogar noch zugefroren. Wenig später folgen die Erdkröten. Die Männchen beider Arten halten unterwegs schon nach Weibchen Ausschau. Erdkröten bleiben dazu gerne auf Strassen sitzen, weil es hier besonders übersichtlich ist – aber auch gefährlich. Entdecken die Männchen ein Weibchen, so klammern sie sich auf dessen Rücken fest und lassen sich zum Gewässer tragen. Auch Berg- und Fadenmolch können über grössere Strecken wandern. Allerdings sind die Molchwanderungen weniger gut erforscht.

 

Mehr Informationen zur Amphibien-Wanderung finden Sie unter Info Fauna – karch, Amphibien-Wanderung.


Konzert und Hochzeit der Früh-Laicher

Als sogenannte Frühlaicher kommen Grasfrosch und Erdkröte bereits sehr früh im Jahr zum Ablaichen an das Gewässer, in unserer Region ab Mitte Februar bis März. Weil alle Tiere fast gleichzeitig ans Gewässer kommen und innerhalb kurzer Zeit – einiger Tage bis zwei Wochen – ablaichen, spricht man auch von "Explosivlaicher". Danach ist der "Spuk" vorbei, und die meisten Tiere kehren in ihren Landlebensraum zurück.

Grasfrosch

Die Männchen der Grasfrösche treffen etwas vor den Weibchen am Weiher ein. Sie verteilen sich nicht gleichmässig über das Gewässer, sondern versammeln sich an den wärmsten Stellen des Weihers, wo sie "Arenen" von Männchen bilden, die ihr Schnurren ertönen lassen.

Ein eintreffendes Weibchen wird sofort von einem Männchen umklammert. Es legt seine Eier in einem gallertartigen Klumpen ab, der als Laichballen bezeichnet wird und 800 bis 2'500 Eier umfassen kann. Die Eiablage der verschiedenen Paare erfolgt auf engem Raum, so dass ihre Laichballen einen ganzen Teppich bilden können.

Erdkröte

Die am Teich eingetroffenen Männchen lassen ihre "ük ük ük"-Rufe erklingen. Wird ein Männchen von einem anderen Männchen umklammert, so lässt ersteres einen ähnlichen Abwehrruf ertönen, um letzterem zu signalisieren, dass dieses sich getäuscht hat.

Weil die Männchen in der Überzahl sind und bereits auf der Wanderung nach Weibchen Ausschau halten, treffen die Weibchen oft schon mit einem Männchen auf dem Rücken am Laichplatz ein. Nach ein paar Tagen im Wasser laichen die Paare in Bereichen mit Vegetation ab, wo das Wasser etwa 60 cm tief ist. Die Eiablage erfolgt in Schnüren, die zwischen der Vegetation aufgehängt werden.

Amphibien-Rufe

Die Rufe der verschiedenen Amphibien-Arten kann man bei Info Fauna – karch, Amphibien-Rufe anhören.