Lebensraum Teich

In den Teichen von „Karpfen pur Natur“ wird auf eine Fütterung der Fische verzichtet. Es werden nur so viele Karpfen in einen Teich eingesetzt, wie dieser natürlicherweise zu ernähren vermag. Dieses extensive Nutzungssystem und die Gestaltung der Teiche mit flachen Ufern ermöglichen die Entwicklung einer Vielzahl von Ufer- und Wasserpflanzen und bietet Lebensraum für verschiedene, seltene Tierarten.

Neben jedem Teich wird auch ein fischfreiher Weiher angelegt, in dem sich Amphibien ungestört entwickeln können. Die Umgebung wird u.a. mit Hecken und Trockensteinmauern bereichert, welche weiteren Lebewesen einen Habitat bieten.

 

Die Karpfenteiche werden im Rahmen der Bewirtschaftung alle paar Jahre einmal trockengelegt. Auf dem austrocknenden Schlamm entwickelt sich eine in der Schweiz akut vom Aussterben bedrohte Pflanzengesellschaft, die Teichbodenflur oder Zwergbinsenannuellenflur. Waren die Vertreter dieser Gesellschaft um St. Urban einst verbreitet, kommen sie heute nur noch selten vor. Typische Vertreter dieser Gesellschaft sind das Schwarzbraune Zypergras, die Moorbinse, der Kleinling oder das Kleine Tausendgüldenkraut. Nach dem Trockenlegen der Teiche, können für wenige Monate Pioniergewässer für Kreuzkröten, Gelbbauchunken, den Südlichen Blaupfeil und die Kleine Pechlibelle eingestaut werden.


Teichbewirtschaftung

Die Vorgaben für die Bewirtschaftung und das Naturschutzmanagement werden zusammen mit den kantonalen Behörden und verschiedenen Fachleuten erarbeitet. Der Verein Karpfen pur Natur und der Teich-Eigentümer bewirtschaften den Teich gemeinsam nach entsprechenden naturnahen Richtlinien (angepasster Fischbesatz und schonende Ernte). Die Abmachungen mit den Teichbesitzern werden mit Verträgen langfristig festgehalten.

Teichportraits

Eine Übersicht über die bestehenden Teiche finden Sie hier

Ein Teich bei Ihnen?

Wenn Sie Land für einen idyllischen Karpfenteich zur Verfügung stellen möchten, beraten wir Sie gerne in einem unverbindlichen Gespräch (eine minimale Wasserfläche von 10 Aren ist nötig). Bitte kontaktieren Sie dazu: 

 

Manfred Steffen, Dipl. Natw. ETH

Kohlplatzstrasse 33

4932 Lotzwil

Tel. 062 922 88 40 

Kontakt

 

Die Weiher werden durch Abtiefung bis maximal 2.0 m in das leicht geneigte Terrain erstellt. Der Aushub wird in der Umgebung zur Terrain- Anpassung verwendet. Die Teichböden werden mit lehmigem Aushub abgedichtet. Teichmönche, Hälter- bzw. Wässerbecken werden ausbetoniert und mit einem Deckel bzw. Gitter ausgerüstet.

Alle Weiher sollten im Normalfall durch Regenwasser ausreichend gespiesen werden. Je nach Standort werden allfällige Wasserverluste aus einer Privatquelle oder einem Bächlein ausgeglichen. Der Überlauf in die Vorfluter erfolgt über einen klassischen Teich-Mönch mit Grundablass und Kiesfilter. Die Kiesfilter dienen dazu, dass keine Fische oder allfällige Fischkrankheiten aus den Weihern ins Bächlein gelangen können. Wenn beim Fischteich abgefischt wird, wird das Wasser langsam durch den Kiesfilter gereinigt in den Bach abgelassen. Da die Fische nicht zugefüttert werden, besteht keine zusätzliche Nährstoffbelastung des Weihers und des Vorfluters. Bei Bedarf wird für den Bau geeignetes Abdichtungsmaterial zugeführt. Bei den Bauarbeiten wird darauf geachtet, möglichst wenig Material zu verschieben.