
Das
ehemalige Zisterzienserkloster Sankt Urban wurde Ende des zwölften
Jahrhunderts gegründet und entwickelte sich bereits im
Spätmittelalter zu einem regionalen
Zentrum der Religion, Kultur, Landwirtschaft, des Handels und des
Handwerkes.
Die Klosteranlage wurde im Laufe der Zeit
mehrmals erweitert, und Anfang des 18-en Jahrhunderts
durch den heutigen Prunkbau ersetzt, in starkem Kontrast zur alten
Zisterzienser-Regel von Schlichtheit und Askese. Mitte des 19-en
Jahrhunderts wurde das Kloster durch den Kanton Luzern aufgehoben
und ist jetzt eine psychiatrische Klinik.
Auf der Website st-urban.ch
finden Sie
ausführlichere Angaben zur Geschichte des Klosters.
Den Zisterzienser-Mönchen war es nicht erlaubt, Fleisch von Warmblütlern zu essen (kurioserweise waren Biber ausgenommen; sie galten wegen ihrer Schwimmschwänze als Fische). Damit die Mönche ihren Eiweissbedarf trotzdem decken konnten, betrieben sie im weiten Umkreis des Klosters Teichwirtschaft. Die Zucht der Karpfen erfolgte in Dutzenden, meist mehrere Hektaren grossen Teichen. So entstand hier im Mittelalter die vermutlich grösste Teichlandschaft der Schweiz. Noch heute sind Spuren davon in der Landschaft sichtbar. Ähnliches ist z.B. auch vom Kloster Maulbronn in Württemberg bekannt.
Nachdem
das Wissen um die
Karpfenteichwirtschaft über lange Zeit
verloren gegangen war, soll sie nun möglichst wieder nach dem Vorbild
der neu gewonnenen historischen Erkenntnisse betrieben werden.
