
Noch
heute gibt es in der Landschaft Reste der ehemaligen Klosterteiche. Ein
Teichdammrest ist zum Beispiel beim neu angelegten
Trübelbachweiher zu finden. Hinter Sträuchern verstecken sich die
Überreste des Dammes, die überraschend hoch wirken. Der Damm reichte
über das ganze Trübelbachtälchen hinüber bis an den anderen Talhang und
war für seine Zeit ein gewaltiges Bauwerk.
Wo
die Zisterzienser mit ihren Teichbauten überall aktiv waren, ist auf
der angefügten Karte ersichtlich (nachfolgender Link). Ebenfalls
eingetragen sind dort die neuen Teichstandorte. Historische
Teichanlagen (pdf, 3MB).
Die Zisterzienser-Mönche pflegten intensive Handelsbeziehungen und waren auch selber im Gewerbe und in der Landwirtschaft tätig. Lebendige Zeugen davon sind die Wässermatten, eine ehemals im Schweizer Mittelland weit verbreitete Bewirtschaftungsform, welche heute praktisch nur noch im nordwestlichsten Teil des Kantons Luzern sowie im Oberaargau vorkommt (BLN-Gebiet 1312). In dieser Region gehen sie auf das Wirken der Mönche von St. Urban zurück.

Auch andere
Spuren der Zisterzienser
deuten auf ein umfassendes
kulturelles Erbe hin. So hat die Baukeramik im Kloster St.Urban,
besonders dank der ausserordentlichen Ornamentkunst, eine Blüte erlebt.
Heute noch hält die "Kloster St.Urban Ziegelei" dieses Kunsthanwerk am
Leben.
